Worte statt Orte: Vom Geografie-Studium zum Werbetexter

Er lebt auf St. Pauli, arbeitet als Werbetexter in einer der größten Werbeagenturen Deutschlands – Dennis Ruhnaus heutiges Leben klingt ziemlich cool. Doch das war nicht immer so. Als er beschloss, sein Geografie-Studium in Wien zu beenden, hatte er noch keine Ahnung, wie es weitergehen sollte.

Abitur geschafft – und nun? Dennis Ruhnau sah nach der Schule noch keine berufliche Perspektive. Also entschied er sich erst einmal dafür, etwas zu studieren, das ihn interessierte. Da in Österreich das Studium ohne Zulassungsbeschränkung möglich war, begann er mit einem Studium der Kommunikationswissenschaften in Wien. Nach nur einem Semester merkte er, dass die Inhalte nicht seinen Vorstellungen entsprachen und stieg um auf Geografie.

„Ich hatte während des Studiums durch mehrere Praktika und HiWi-Jobs in unterschiedlichen Teilbereichen der Geografie Einblick in fast alle Berufe, die ich mit dem Abschluss hätte machen können“, erzählt der 30-Jährige. „Genau diese Einblicke haben mir aber gezeigt, dass das alles weniger spannend war, als ich es mir vorgestellt hatte. Ich begann zu zweifeln, nicht wegen des Fachs, sondern wegen der konkreten Berufsbilder, die nichts für mich waren.“ Nach sechs Semestern stand sein Entschluss fest: Er stieg aus dem Studium aus. Einen Plan B hatte er noch nicht.

Auf der Suche nach dem richtigen Weg

Dennis musste überlegen, wie es weitergehen sollte – keine einfache Zeit: „Ich bin zurück nach Hause zu meinen Eltern nach Münster gezogen, habe mich informiert, beworben und mit Gastro- und Zeitarbeitjobs über Wasser gehalten. Dann bin ich auf den Copytest der Hamburg School of Ideas Hamburg gestoßen und hab einfach mal mitgemacht. Beim Ausfüllen habe ich gemerkt, dass mir diese Arbeit richtig gut gefällt. Mit einer Einladung zur nächsten Runde hätte ich aber niemals gerechnet.“

Doch es klappte, Dennis konnte nach seinem Studienausstieg an der Hamburg School of Ideas durchstarten. „Der größte Unterschied zum Hochschulstudium war der direkte Praxisbezug jeder Einheit“, erzählt er. „Während der Ausbildung absolviert man zwei halbjährige Vollzeit-Praktika. So konnte ich das, was die Dozenten erzählten, direkt auf Situationen beziehen, die ich selbst erlebt habe. Das war wirklich hilfreich.“ Dennis zog die Ausbildung durch, auch wenn es manchmal hart war. „Hamburg School of Ideas bedeutet ein Jahr lang von morgens bis spätabends Arbeiten – mit Anwesenheitspflicht. Dessen muss man sich bewusst sein. Es war eine sehr intensive Zeit.“ Trotz der Anstrengung genoss er, endlich das zu tun, worauf er wirklich Lust hatte.

Keine Nachteile durch den Studienabbruch

Nach der Ausbildung konnte Dennis als Juniortexter bei Kolle Rebbe einsteigen, einer großen Werbeagentur in Hamburg, in der er schon als Praktikant gearbeitet hatte. Dass er nicht studiert hat, sorgt in seinem Job keineswegs für Nachteile – im Gegenteil, durch die Hamburg School of Ideas gilt er als sehr gut qualifiziert.

Dennis rät dennoch allen Studienzweifler/innen, nicht überstürzt zu handeln: „Ich habe meinen Ausstieg gründlich überdacht. Man sollte sich wirklich sicher sein, dass man mit dem jetzigen Studium, beziehungsweise den Berufen der Branche nicht glücklich werden wird. Rückblickend wünsche ich mir, ich hätte zuerst meinen Plan B gehabt, bevor ich das Studium abbrach. In so einem Zwischenzustand kann man sonst schnell in ein Loch fallen.“

Dennis hat seinen Weg trotzdem gefunden. Von Wien bis nach Hamburg hat er sich durchgebissen – mit Erfolg!

Diesen Artikel haben wir mit freundlicher Unterstützung von shift – Hamburgs Programm für Studienaussteiger/innen veröffentlicht.

Du suchst als Studienzweifler oder -aussteiger gute Gründe für den Wechsel zur Hamburg School of Ideas? Die findest du hier.

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