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Mahnmal statt Messestand

Die Hamburg School of Ideas setzt beim diesjährigen ADC Festival ein deutliches Zeichen. Nicht mit einem Stand (wie alle anderen Ausbildungsinstitute), sondern mit einer sozial-politischen Aktion nutzt die Hamburg School of Ideas ihre Ausstellungsfläche bei der ADC Expo am 23. Mai.

In einer Zeit, in der die Erlösmodelle der Kreativbranche aus vielen Richtungen angegriffen werden, will die Hamburger Kreativen-Kaderschmiede darauf aufmerksam machen, dass der wichtigste Lebensnerv dieser Branche engagierter gefördert werden muss: der kreative Nachwuchs.

Die seit Jahren rückläufigen Zahlen bei den Bewerbern (für alle Berufsbilder der Kommunikationsbranche) haben viele Gründe und sind besorgniserregend.
Die Bewerber werden aber nicht nur weniger, sie werden auchälter als früher und haben – wegen bereits absolvierter Ausbildungen – Probleme, noch eine weitere Ausbildung zu finanzieren. Sie bekommen keine Ausbildungskredite mehr und die „Kommunikations-Zentren“ wie Hamburg, Berlin, Frankfurt oder München sind zum Leben zu teuer.

Zudem realisieren Agenturen, dass Unternehmen mehr und mehr als Berufsalternative beim kreativen Nachwuchs wahrgenommen werden. Dort bekommen sie größere Gestaltungsräume (auch was ihr privates Leben angeht) und gehen für Agenturen verloren. Auch ersetzen heute Netzwerke aus frei arbeitenden Kreativen ganze Agenturen. Erschwerend kommt hinzu, dass die Werbebranche unter mächtigem Kostendruck steht, Die alten Erlös-Modelle funktionieren nicht mehr und die Agenturen müssen darum kämpfen, neue Rollen neben, unter oder im Workflow von Internetgiganten aus dem Silicon Valley zu finden.

Dabei könnten den Agenturen gerade modern ausgebildete Kreative Wege aus der Krise weisen. Erst recht, wenn sie von zukunftsorientierten Start-ups und großen Digitalfirmen mitausgebildet wurden.

Genau hier will die Hamburg School of Ideas mit ihrem einzigartigen, partizipativen Ausbildungsmodell ein Leuchtturm-Modell sein. Sie will dem Mangel an Experten, der durch die galoppierende Entwicklung der digitalen Technologie entstanden ist, mit einer vergleichsweise kurzen und praxisnahen Ausbildung entgegenwirken.

Das kann aber nur gelingen, wenn das Engagement und die Unterstützung von Förderunternehmen und -agenturen signifikant zunimmt. Einzelne Agenturen sind schon aktiver als früher, aber bei der breiten Masse scheint der Leidensdruck noch nicht hoch genug zu sein.

„Die nächsten beiden Jahre werden für die Weiterentwicklung unserer Schule entscheidend sein“, so Matthias Berg, Vorstand der Hamburg School of Ideas.

Bewerbungsschluss für den kommenden Jahrgang, Start 1. Oktober 2019, ist der 24. Mai!
#denkdichweiter und bewirb dich jetzt mit unserem Kreativtest.