Erfinder? Kommunikations-Designer, Texter, Ideensammler – Hans Berlin wollte schon immer kreativ arbeiten. Dafür ging er unterschiedliche Wege und heute ist er irgendwie Erfinder.

Hans Berlins Weg vom Erfinder zum Kreativdenker.

„Wie fast jedes Kind wollte ich damals Erfinder werden. Von morgens bis abends bauen, ausprobieren, verwerfen und neu bauen, solange bis das Lego Haus fertig war. Aber irgendwann wird einem gesagt, dass die Arbeitswelt draußen ganz anders aussieht. Also sagte ich zu mir: „Hans, streng dich an, geh in die Schule und mach ein gutes Abitur.“ Das war in der 13. Klasse, kurz vor der Abiprüfung. Leider zu spät. 3,0. Damit schlossen sich sämtliche Türen vor meiner Nase. Doch zum Glück blieben wenige offen. Man kennt es ja – nach dem Abi liegt einem eigentlich die Welt zu Füßen, doch niemand weiß den Weg.

Meiner führte mich nach einem Kommunikationsdesign-Studium in die Hamburg School of Ideas. Hätte ich meinen damaligen Deutschlehrer gefragt, ob das eine gute Entscheidung ist, hätte er mir mit Sicherheit geraten einen großen Bogen drum zu machen. Aber für große Bögen war ich zu jener Zeit zu faul. Hätte er sich auch denken können. Also ging‘s zur Hamburg School of Ideas und rein in die Werbewelt.
Für lange Texte war ich nicht dort, dafür ist das eine Jahr auch zu kurz. Mich reizten die Ideen, die Gedanken der Menschen da draußen, ihre Probleme und vor allem die dafür passenden Lösungen. Den Prozess kann man Brainstormen, Ausdenken, Designen, Design Thinking oder wie auch immer nennen. Das Gute ist, man kann sich während der Arbeit alles ausdenken. Jeder kann dir auf den Bildschirm gucken, doch keiner in deinen Kopf. Aber irgendwann muss die Idee raus, ob fürs Team, den Kunden oder die Menschen da draußen. Damit die Idee nicht in der Tonne landet, sollte sie gut sein und noch besser: sehr gut aufgeschrieben werden. Das nennt man dann texten und alles davor und danach lernt man in der Hamburg School of Ideas.

Aktuell studiere ich wieder und braue mit einem Freund zusammen ein Bier. Natürlich nicht irgendein Bier, sondern das erste Bier, das Köln und Düsseldorf verbindet, mit den besten Zutaten aus Kölsch und Alt. Die Idee kurz auf den Punkt getextet: „költ“. Und wie sich die költ-Idee entwickelt erfahrt ihr unter @koeltbier – auf FB und Instagram.

Letztes Jahr haben wir költ beim Deutschen Patent- und Markenamt angemeldet. Und so bin ich dann doch irgendwie noch Erfinder geworden.“

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